Mallorca Reiterhof Pferdebetreuung

Lorenzo Crespi ist in natürlicher Pferdepflege geschult und kennt die meisten seiner Pferde von ihrer Geburt an.

Er glaubt, dass man Pferde, damit sie eine optimale Gesundheit erhalten, sie physisch, geistig und emotional gedeihen lassen muss. Sie müssen die Möglichkeit haben so nah wie möglich an ihrem natürlichen Zustand in der Wildnis zu leben. Lorenzos Pferde leben draußen in Gruppen, haben nackte Hufe und werden mit leichten Sätteln und Zaumzeug geritten, welche keine Gebissstücke enthalten.

Ihre Hufe werden regelmäßig von Lorenzo getrimmt , um eine starke natürliche Struktur zu fördern. Er hat eine gebisslose Trense entworfen,die dem Reiter erlaubt Kontrolle über sein Pferd zu halten, ohne Gebissstück (welche unnatürlich für die empfindlichen Pferdemäuler sind) Es gab Seminare über natürliche Pferdepflege in Hipica Formentor mit Besuch von Fachärzten und einem Pferde Chiropraktiker.


Barhuf und Gebisslos

Ein Artikel von Paul Gittins

barefoot

Paul hat einen großen Teil seines Lebens dem Züchten und Trainieren von Pferden in England gewidmet. Seine Pension genießt er jetzt in seiner Finca auf Mallorca, wo er nunmehr zum Spaß und für sporadische Wettkämpfe sein Pferd Bandarin trainiert.

Hipica Formentor, in der Nähe von Sa Pobla (Mallorca) ist ein Ort, an dem Pferde so natürlich wie möglich gehalten werden. Das heißt, das die  27 Stuten und Wallache, um die sich der Besitzer Lorenzo Crespi kümmert, das ganze Jahr  über barhuf, in einer Herde zusammen frei beweglich auf dem zwei Hektar umfassenden Gelände von Hipica Formentor leben. Lorenzo, der seit 25 Jahren seine Pferde auf diese Art hält, erklärt seine Arbeitsweise wie folgt:

Der natürliche Lebensraum von Pferden besteht aus hartem, festen Gelände, durch das sie streifen und das durch seine Beschaffenheit dafür sorgt, dass die Hufe auf natürliche Weise in Form gehalten werden. Obwohl die Pferde bei Hipica Formentor natürlich nicht ganz so frei wie wilde Herden umher streifen können, werden ihre Hufe durch alltäglichen Einsatz bei Wanderritten ( um die 25 Kilometer am Tag) in Form gehalten, wodurch auch verkümmerte Strahle und zusammengezogene Trachten, wie so häufig bei beschlagenen Pferdehufen gesehen, verhindert werden.

Diese Annäherung an den natürlichen Lebensstil von Pferden wird auch in der Art und Weise der Fütterung verfolgt. In zweckmäßig gebauten „Slowfeedern“ aus Stahl, einen Meter hoch und mit fünf Quadratzentimeter großen Maschen an den Seitenwänden, die dafür sorgen, dass die Pferde in ähnlichem Umfang wie Pferde in der freien Wildbahn Nahrung zu sich nehmen, steht jederzeit Heu zur Verfügung. Ein nicht fixierter Deckel, der langsam mit dem konsumierten Heu nach unten sinken kann hält die Pferde davon ab, das Heu von oben herauszuziehen und animiert sie, ihrer natürlichen Art folgend, so nah wie möglich am Boden zu fressen.

Als Beweis für das Wohlbefinden seiner Pferde macht Lorenzo darauf Aufmerksam, dass viele seiner Pferde, verglichen mit im Stall gehaltenen Pferden, auch noch in einem reiferen Alter arbeiten. Sein ältestes Pferd war bis zu seinem  Tod mit 33 Jahren regelmäßig bei Wanderritten dabei. Lorenzos Ambition ist es, ein vierzigjähriges Pferd zu haben, das fit und gesund auf den Wanderritten mitgeht, was seine Art der Pferdehaltung weiter bestätigen würde.

Als Teil der natürlichen Pferdehaltung bei Hipica Formentor werden alle Pferde gebisslos geritten, um ihnen, die  verschiedenen Erfahrungslevel ihrer Reiter berücksichtigend, ein Maximum an Komfort und Sicherheit zu geben. Lorenzo hat in all den Jahren mit gebisslosen Halftern experimentiert und sie angepasst,was schließlich zu seiner eigenen, nunmehr patentierten Version geführt hat, die ein Verbindungsstück aus Messing in Form eines großen B hat, was Kopfstück und Nasenriemen verbindet, sodass die Zügel entweder an den oberen Bogen (mehr Einwirkung auf das Genick), oder an den unteren Bogen (mehr Einwirkung auf die Nase) befestigt werden können. Die Pferde reagieren so gut auf dieses gebisslose Reithalfter, dass man von einem Reiter hörte, der beim Absteigen bemerkte, dass er nicht realisiert hatte, dass das Pferd gar kein Gebiss im Maul hatte.

Abschliessend ist zu kommentieren, dass sich Lorenzo zu betonen bemüht, dass im Stall gehaltene und natürlich gehaltene Pferde sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen und man nicht einfach so von einem System zum anderen wechseln kann, ohne Ernährungs- und Hufprobleme zu riskieren. Natürliche Pferdehaltung ist eine Langzeitverpflichtung- und zu allererst ist das Wohlbefinden des Pferdes zu berücksichtigen.


Für weitere Informationen oder Ihre Buchung kontaktieren Sie bitte: info@hipicaformentor.com oder Tel +34 609 826 703 


Hipica FormentorNATÜRLICHE PFERDEHALTUNG